Meisterkontrabass mit Löwenkopf von Wenzl B. Wilfer, Bussetto-Form, 4/4, 1982

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Meisterkontrabass von Wenzl B. Wilfer, 1982, 4/4, Bussettoform mit Löwenkopf

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Beschreibung

Wenzl B. Wilfer war ein Sohn von Emanuel Wilfer sen. und baute in der Geigenbauersiedlung Bubenreuth bei Erlangen sagenhaft schöne Kontrabässe. Ich war von 1975 bis 1989 oft in seiner Werkstatt und dieser 4/4 Meisterbass wurde für mich mit vielen Sonderwünschen 1982 gebaut. Dieser Bass mit wunderschönem Rücken in eng geflammten Ahorn trägt den Stempel des Meisters.  Die seltene Bussetto-Form, die „Tiroler Mechanik“ und der wilde Löwenkopf des Holzbildhauers Gerolf Gehl prägen dieses exklusive Meisterstück. Die feinjährige Fichtendecke und die geflammten Zargen zeigen die Sorgfalt, mit der die Auswahl der Hölzer getroffen wurde.
Vom Alter her ist es kein historisches Stück, wohl aber von der feinen handwerklichen Arbeit. Wenzl B. Wilfer (geb. 1907) ist 1989 verstorben. 

Der Bass hat einen wundervollen Klang und eine sehr leichte Ansprache. Er ist von der Saitenlage und dem „string spacing“ für schnelles Jazzspiel eingestellt, kann aber durch einen neuen Steg wieder für Klassik vorbereitet werden. Betreut wurde der Bass seit 1989 von der Meister-Werkstätte Emanuel Wilfer in Möhrendorf bei Erlangen. Er wurde im Mai 2020 durchgesehen und perfekt hergerichtet. Seit 1982 habe ich 27 CDs und LPs mit diesem Bass eingespielt und europaweit über 1200 Konzerte gegeben. Zu hören ist er auf Veröffentlichungen mit Dick Heckstall-Smith (sax), John Etheridge (git), Pete York (dr), Vincent Herring (sax), Sandy Lomax (voc), Sandy Patton (voc), Leszek Zadlo (sax), Chris Beier (p), Joe Nay (dr), Bill Elgart (dr), Torsten Goods (git), Wolfgang Haffner (dr), Götz Tangerding (p), Rudolf Roth (dr), Carola Grey (dr), Harald Rüschenbaum (dr), Marshall Whyler (didg), Andrey Lobanov (tp) u.v.a. prominenten Jazzmusikern.

Der zarte, durchscheinende Lack von einem warmen Rotbraun ist, wie bei allen Kontrabässen dieser Familie, von höchster Transparenz und bringt die Flammen des Holzes buchstäblich zum Glühen. Das handwerkliche Können dieses Meisters lebt in seinen Kontrabässen fort und erinnert uns wehmütig an die langsam absterbende Hochblüte des europäischen Geigenbaues. Bubenreuth bei Erlangen war ja seit den 1950er Jahren das Zentrum des deutschen Instrumentenbaus (Framus, Höfner, Klira, Hoyer u. v. a.). Um die Einzigartigheit dieses Basses auch nur annähernd erfassen zu können, muss man ihn selber gespielt haben. Rufen Sie mich einfach an und vereinbaren Sie Ihren persönlichen Termin zu einem unverbindlichen Testspiel dieses Meisterstückes.

Dazu gehören eine Kontrabass-Tasche aus echtem Leder (Sonderanfertigung der Fa. Hübsch, Bubenreuth), 2 Dörfler-Kontrabassbögen (Bubenreuth) und ein Shadow Nanoflex PU. Aufgezogen sind neue PRESTO Saiten black nylon covered.

Preis: 18.000 €, Rainer Glas 0171-45 46 704

Zusätzliche Information

Gewicht20000 g

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